Wer lieber ausgeht, gewinnt vor allem eines: noch mehr Zeit zu zweit. Und die Schweiz bietet einige Orte, an denen schon die Umgebung dafür sorgt, dass aus einem Abendessen ein aussergewöhnliches Date wird.
Im Drehrestaurant auf dem Stanserhorn beginnt der Abend bereits mit der Fahrt auf 1900 Meter. Oben dreht sich der Saal langsam um die eigene Achse: Wer auf dem Drehteller sitzt, erlebt in 44 Minuten eine ganze Runde Bergwelt, während draussen die Nacht hereinbricht. An ausgewählten Abenden wird hier zum Candle-Light-Dinner gedeckt, auf Wunsch mit Wein aus der Magnumflasche im Offenausschank.
An der Limmat wird es dafür überraschend dunkel. Beim Candle-Light-Dinner in der La Rôtisserie im Storchen Zürich erlischt am letzten Dienstag der kalten Monate das elektrische Licht. Gegessen wird bei Kerzenschein und mit Blick über den Fluss, wahlweise à la carte oder als Gourmetmenü. Mehr braucht es manchmal nicht, um einen vertrauten Ort mit anderen Augen zu sehen.
Fast wie für das Thema gemacht scheint das Restaurant «Zur Gedult» in Burgdorf. Mit rund 20 Gästen an alten Bistro-Tischen bleibt es hier angenehm entspannt und familiär. Für einen Michelin-Stern und 17 GaultMillau-Punkte sorgt Lukas Kiener, der fast im Alleingang kocht. Sein Menü wechselt monatlich und die Weine dazu kommen, wenn möglich, von Winzerinnen und Winzern, die das Haus persönlich kennt.
In der BLUME in Baden beginnt der Abend im Wasser. In einem privaten Baderaum, warmem Thermalwasser und mit vielen Kerzen. Die Welt darf draussen bleiben. Danach wartet ein Glas Ammonit Secco vom hauseigenen Rebberg, bevor auf der Galerie im ersten Stock das Dinner folgt. Bis dahin ist der Alltag längst abgeperlt.