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Candle-Light-Dinner: der Klassiker für zwei

Kerzen kaufen ist einfach. Den Abend so zu planen, dass am Ende beide am Tisch sitzen und niemand die halbe Zeit am Herd steht, ist die eigentliche Kunst. Wir verraten, was ein Dinner zu zweit gelingen lässt, welcher Wein wann passt und wo auswärts am schönsten für zwei gedeckt wird.

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Zeit als wertvollste Zutat

Ganz gleich, ob sich zwei zum ersten Mal gegenübersitzen oder seit zwanzig Jahren täglich sehen: Zeit ist die wertvollste Zutat für ein gelungenes Date. Vielleicht kommt das Candle-Light-Dinner gerade deshalb nie aus der Mode. Es braucht keinen besonderen Anlass und sonst eigentlich auch nicht viel: nur den Entschluss, sich gegenseitig einen Abend zu widmen.

Unser Tipp: Wer zu Hause kocht, beginnt am besten schon am Vortag. Schmorgerichte lassen sich gut vorbereiten und schmecken aufgewärmt oft sogar besser, Desserts im Glas warten im Kühlschrank auf ihren Auftritt. Auch eine kalte Vorspeise braucht vor dem Servieren kaum mehr als ein paar Handgriffe. So bleibt am Abend mehr Zeit am Tisch als am Herd.

Der Rest ist schnell erledigt: Gedämpftes Licht, echte Kerzen und Stoffservietten verändern die Atmosphäre spürbar. Dazu Musik, die begleitet, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Jazz, Soul oder eine eigene Playlist mit Liedern, die für beide eine Geschichte haben. Womit das erste Gesprächsthema bereits gefunden wäre. 

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Rotwein gehört in den Kühlschrank

Zumindest kurz. Rund 20 Minuten vor dem Öffnen, denn Wohnräume sind für Rotwein meist zu warm. Beim Weisswein läuft es umgekehrt: etwa 20 Minuten vor dem Servieren herausnehmen, weil er direkt aus dem Kühlschrank häufig zu kalt ist. Die Temperatur macht mehr aus, als man denkt. Ist Wein zu kalt, treten seine Aromen weniger deutlich hervor; ist Rotwein zu warm, wirkt der Alkohol stärker.

Bleibt die Frage nach der Weinbegleitung. Die bekannte Formel «Rot zu Fleisch, Weiss zu Fisch» greift oft zu kurz. Wichtiger sind Sauce, Gewürze und Zubereitung. Eine Pouletbrust mit Morchelrahmsauce verlangt nach einem anderen Wein als dasselbe Fleisch mit einer leichten Zitronenvinaigrette. Zur kräftigen Sauce kann ein leichter Rotwein oder ein fülliger Chardonnay passen, zur frischen Variante eher ein säurebetonter Weisswein.

Und noch ein Tipp: Nicht jede Flasche muss stundenlang dekantiert werden, doch gerade jüngeren Rotweinen tun 20 bis 30 Minuten Luft gut. Am einfachsten füllt man den Wein in eine Karaffe um, bevor man sich um die letzten Handgriffe in der Küche kümmert. Bis das Essen auf dem Tisch steht, ist auch der Wein bereit. 

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Vom Anstossen bis zum Hauptgang

Bleibt die Frage, was ins Glas kommt. Der Weinhändler Bindella hat drei Flaschen ausgewählt, die ein Candle-Light-Dinner von Anfang bis Ende rund begleiten. Den Auftakt macht der Ferrari Maximum Blanc de Blancs, ein Schaumwein aus dem Trentino mit feiner Perlage und eleganter Frische. Zur Vorspeise passt der Conte della Vipera, ein italienischer Weisswein mit Zitrusnoten, exotischen Früchten und lebendiger Säure. Und zum Hauptgang kommt Il Bruciato ins Glas: ein Toskaner mit dunkler Frucht, Kirschnoten und der Fülle, die kräftigere Gerichte verlangen. 

Gut zu wissen: Als Inhaberin oder Inhaber einer Karte von American Express profitieren Sie in den Bindella Vinotecas in Bern, Zürich und Montagnola bei Lugano sowie im Online-Shop von 20 % Rabatt auf das gesamte Sortiment – auch auf bereits reduzierte Weine. Hier geht es direkt zum Angebot.

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Wenn andere den Tisch decken

Wer lieber ausgeht, gewinnt vor allem eines: noch mehr Zeit zu zweit. Und die Schweiz bietet einige Orte, an denen schon die Umgebung dafür sorgt, dass aus einem Abendessen ein aussergewöhnliches Date wird.

Im Drehrestaurant auf dem Stanserhorn beginnt der Abend bereits mit der Fahrt auf 1900 Meter. Oben dreht sich der Saal langsam um die eigene Achse: Wer auf dem Drehteller sitzt, erlebt in 44 Minuten eine ganze Runde Bergwelt, während draussen die Nacht hereinbricht. An ausgewählten Abenden wird hier zum Candle-Light-Dinner gedeckt, auf Wunsch mit Wein aus der Magnumflasche im Offenausschank.

An der Limmat wird es dafür überraschend dunkel. Beim Candle-Light-Dinner in der La Rôtisserie im Storchen Zürich erlischt am letzten Dienstag der kalten Monate das elektrische Licht. Gegessen wird bei Kerzenschein und mit Blick über den Fluss, wahlweise à la carte oder als Gourmetmenü. Mehr braucht es manchmal nicht, um einen vertrauten Ort mit anderen Augen zu sehen.

Fast wie für das Thema gemacht scheint das Restaurant «Zur Gedult» in Burgdorf. Mit rund 20 Gästen an alten Bistro-Tischen bleibt es hier angenehm entspannt und familiär. Für einen Michelin-Stern und 17 GaultMillau-Punkte sorgt Lukas Kiener, der fast im Alleingang kocht. Sein Menü wechselt monatlich und die Weine dazu kommen, wenn möglich, von Winzerinnen und Winzern, die das Haus persönlich kennt.

In der BLUME in Baden beginnt der Abend im Wasser. In einem privaten Baderaum, warmem Thermalwasser und mit vielen Kerzen. Die Welt darf draussen bleiben. Danach wartet ein Glas Ammonit Secco vom hauseigenen Rebberg, bevor auf der Galerie im ersten Stock das Dinner folgt. Bis dahin ist der Alltag längst abgeperlt.

Ob zu Hause oder auswärts, auf dem Berg oder am Wasser

Bei einem gelungenen Date wird das alles schnell zweitrangig. Irgendwann kommt der Punkt, an dem niemand mehr darüber nachdenkt, ob alles nach Plan läuft – und Gespräche entstehen, die niemand vorbereitet hat. Ein Hoch aufs Candle-Light-Dinner!

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