Izakaya Ekimae, St. Gallen
Sushi? Fehlanzeige. Im Izakaya Ekimae beginnt die Küche dort, wo Japan-Klischees enden. Und der Erfolg gibt ihnen recht, das Restaurant ist ein beliebter Treffpunkt für Genussmenschen, die japanische Kulinarik entdecken möchten.
Typisch japanisch – und doch ganz anders als die gängigen Klischees. «Auf Sushi verzichten wir ganz bewusst», sagt Küchenchef Jakub Wcislo. «Denn japanische Küche heisst auch Sake no Kabayaki oder Wagyu Tartare – also grillierter Lachs oder Rindstatar.»
Wer sich auf seiner kulinarischen Japanreise ganz auf das Wissen und die Leidenschaft des Küchenteams verlassen möchte, bestellt Omakase – wörtlich «ich überlasse es Ihnen». Diese Tradition findet man in Japan in traditionellen Izakaya-Lokalen. Wahrscheinlich hat noch nie ein Gast seine Wahl bereut, denn bei Omakase trumpft der Chef mit dem Besten auf, was die Küche zu bieten hat. Ehrensache.
Was bestellen die Gäste, was liebt der Chef?
Aktuell bevorzugt Jakub Wcislo zur Vorspeise Hiyayakko, also Seidentofu mit Frühlingszwiebeln und Ingwer. Das regt den Appetit an, wie er sagt. Dazu passt ein überraschendes Gericht: gebratene Teigtaschen, gefüllt mit japanischem Curry. Und die Gäste? «Als Intro bestellen sie gerne unseren ‹Sake Flight› – eine kleine Auswahl verschiedener Sake-Sorten», weiss der Chef. Und zur Hauptspeise Shiitake no Tutumiyaki, gegrillte Shiitake-Pilze in Folie mit einer süss-salzigen Sauce. Nach so vielen Köstlichkeiten bleibt am Ende nur noch eines zu sagen: Gochisōsama deshita – danke für das wunderbare Essen!